Auf Langeland kannst du Wildpferde und die besonderen „Hutberge“ erleben
Im Süden Langelands kannst du Pferdeherden beobachten, die das ganze Jahr über draußen leben. Gleichzeitig prägen mehr als 1.000 charakteristische „Hutberge“ die Insel. Zwei ganz besondere Naturerlebnisse, die Langeland unverwechselbar machen
Dänemark hat viele kleine Inseln, schöne Strände, gemütliche Häfen und kleine Dörfer. Doch nur an wenigen Orten kannst du durch ein großes Naturgebiet wandern und plötzlich eine Herde Pferde vor dir grasen sehen. Und nur auf Langeland begegnest du den sogenannten Hatbakker – kleinen, fast kuppelförmigen Hügeln, die über die gesamte Insel verteilt liegen und der Landschaft ihr unverwechselbares Aussehen geben.
Zusammen mit den Wildpferden im Süden Langelands gehören die Hatbakker zu den charakteristischsten Naturerlebnissen der Insel.
Wenn du deinen Urlaub in einem Ferienhaus auf Langeland verbringst, kannst du beides ohne lange Autofahrten, Eintrittskarten oder große Planung erleben.
Die Wildpferde im Süden Langelands
Ganz im Süden von Langeland kannst du die bekannten Wildpferde der Insel erleben.
Es handelt sich um Exmoor-Ponys, eine robuste britische Pferderasse, die das ganze Jahr über im Freien leben kann. Die Pferde wurden im Süden Langelands zur natürlichen Landschaftspflege angesiedelt. Indem sie Gras, Kräuter und andere Pflanzen fressen, tragen sie dazu bei, die großen Naturflächen offen zu halten.
Wildpferde im eigentlichen Sinne sind sie nicht. Doch sie leben wesentlich freier als Pferde, die du normalerweise auf einer Koppel oder einem Reiterhof siehst. Die Herde bewegt sich frei durch das große Gebiet, sucht selbst nach Nahrung und lebt bei Wind und Wetter draußen.
Das bedeutet allerdings auch, dass die Pferde nicht am Eingang auf Besucher und Kameras warten. An manchen Tagen entdeckst du sie schnell. An anderen musst du ein gutes Stück wandern, bevor du die Herde siehst – und manchmal haben sich die Pferde einfach für einen ganz anderen Teil des Gebietes entschieden.
Zu Besuch bei den Wildpferden
Du darfst das Gebiet zu Fuß erkunden, während sich die Pferde dort frei bewegen. Dabei ist es wichtig, die Tiere zu respektieren.
Halte ausreichend Abstand, füttere die Pferde nicht und versuche nicht, sie zu streicheln. Das gilt auch dann, wenn ein Tier neugierig wirkt und von selbst näher kommt.
Dafür bekommst du die Gelegenheit, die Pferde in ihrem natürlichen Verhalten zu beobachten. Sie grasen, ruhen und bewegen sich gemeinsam als Herde durch die Landschaft. Besonders in der offenen Natur Südlangelands ist das ein völlig anderes Erlebnis, als Pferde hinter einem Zaun zu beobachten.
Den Besuch bei den Wildpferden kannst du gut mit Gulstav Mose und Dovns Klint verbinden. Es lohnt sich deshalb, einige Stunden für den Süden Langelands einzuplanen.
Was sind die Hatbakker auf Langeland?
Die Wildpferde sind leicht zu erkennen – vorausgesetzt, sie sind gerade in der Nähe. Bei den Hatbakker ist etwas mehr Erklärung nötig.
Hügel gibt es überall in Dänemark. Die Hatbakker aber sind eine Besonderheit Langelands.
Mehr als 1.000 dieser kleinen, kuppelförmigen Hügel verteilen sich über die Insel, viele davon in langen Reihen. Sie entstanden während der letzten Eiszeit, als Sand, Kies und Lehm in Hohlräumen und Spalten am Rand des Gletschers abgelagert wurden. Als das Eis schließlich verschwand, blieben die charakteristischen Hügel zurück.
Und der Name? Der ist sehr viel jünger als die Hügel selbst.
Nach Angaben des Geoparks Det Sydfynske Øhav soll die Bezeichnung „Hatbakker“ vor etwa 100 Jahren während einer geologischen Exkursion entstanden sein. Eine Geologin trug damals einen für die 1920er-Jahre typischen Glockenhut – und offenbar war die Ähnlichkeit mit den runden Hügeln nicht zu übersehen.
Sobald du weißt, wonach du Ausschau halten musst, wirst du die Hatbakker überall auf Langeland entdecken. Manche liegen mitten zwischen Feldern, andere sind bewachsen, und einige kannst du sogar besteigen.
Einer davon ist der 37 Meter hohe Fakkebjerg im Süden Langelands. Er ist öffentlich zugänglich und bietet bei klarem Wetter eine weite Aussicht. Von hier kannst du Ærø, Lolland und Als sehen – und bei besonders guter Sicht reicht der Blick sogar bis zur norddeutschen Küste.